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Griechenlands klares NEIN stürzt die EU in eine neue Krise

OXI (NEIN) ist das Wort des Sonntagabends in Athen. Tausende Griechen haben das auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament gefeiert, denn die

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Griechenlands klares NEIN stürzt die EU in eine neue Krise

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OXI (NEIN) ist das Wort des Sonntagabends in Athen. Tausende Griechen haben das auf dem Syntagma-Platz vor dem Parlament gefeiert, denn die griechischen Wähler haben beim Referendum die Sparpläne der Geldgeber zu mehr als Prozent mit einem “Nein” beantwortet. Von einem so deutlichen Ergebnis hatte wohl auch Griechenlands Regierungschef Alexis Tsipras kaum zu träumen gewagt. Er will jetzt mehr soziale Gerechtigkeit nicht nur für Griechenland, sondern auch für Europa. Das NEIN sei keine Absage an die Eurozone oder an die EU, das machten alle griechischen Politiker, die für ein NEIN plädiert hatten, am Sonntagabend deutlich.
Finanzminister Yanis Varoufakis sprach auch davon, dass die Bürger das Ultimatum der Geldgeber an den Absender zurückgeschickt hätten.

Dieses deutliche Votum der Bürger in Griechenland stürzt die EU in eine weitere Krise. Die meisten europäischen Politiker tun sich schwer mit ihren Reaktionen. Oft ist die Rede davon, dass man die Entscheidung der griechischen Wähler respektieren müsse.

In einer ersten Stellungnahme erst nach Mitternacht spricht der Chef der Eurogruppe Jeroen Dijsselbloem von einer “bedauerlichen Entscheidung”.

Die Staats- und Regierungschefs müssen sich jetzt erst abstimmen. Bereits kurz nachdem klar wurde, dass das NEIN gewonnen hatte, kündigte die deutsche Kanzlerin Angela Merkel ein Treffen mit dem französischen Präsidenten an diesem Montag in Paris an, ein Krisentreffen, auch wenn es nicht so genannt wird.
Für Dienstag wurde ein Sondergipfel in Brüssel einberufen.

Das JA-Lager in Griechenland muss sich geschlagen geben. Oppositionsführer Antonis Samaras zieht die Konsequenzen aus dem verlorenen Referendum. Der ehemalige Regierungschef tritt von seinem Posten als Vorsitzender der konservativen Partei NEA DEMOKRATIA zurück.

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