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Gedenken an Opfer der Londoner Anschläge von 2005

Landesweit ist in Großbritannien an die tödlichen Londoner Anschläge vor zehn Jahren erinnert worden. In der Hauptstadt selbst legten Regierungschef

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Gedenken an Opfer der Londoner Anschläge von 2005

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Landesweit ist in Großbritannien an die tödlichen Londoner Anschläge vor zehn Jahren erinnert worden.

In der Hauptstadt selbst legten Regierungschef und Oberbürgermeister am Mahnmal für die Opfer im Hyde Park Kränze nieder.

Später wurde in der Paulskathedrale ein Gedenkgottesdienst abgehalten; dazu kam eine Schweigeminute hier und im Londoner Nahverkehr.

Am 7. Juli 2005 hatten Selbstmordattentäter Sprengsätze in einem Bus und drei U-Bahnzügen gezündet.

Damit töteten sie 52 Menschen mehr als siebenhundert wurden verletzt.

Die Anschläge jährten sich jetzt wieder, nachdem gerade erst bei einem Angriff auf ein tunesisches Hotel erneut dreißig Briten getötet wurden.

Bei den Ereignissen vor zehn Jahren in London kam auch Miriam Hyman ums Leben: Die 32-jährige Frau saß in dem Bus, der am Tavistock-Platz explodierte, nahe dem Britischen Museum.

Ihre Schwester Esther Hyman sagt, sie habe damals von den Explosionen gehört und sich gedacht, wo soll das bloß noch hinführen.

Aber natürlich habe sie erst nicht gewusst, dass ihre Schwester tatsächlich in jenem Bus war.

Esther Hyman versucht inzwischen, das Gedenken an die Anschläge von 2005 lebendig zu halten.

Die Ereignisse seien aus dem öffentlichen Bewusstsein anscheinend entschwunden,
sagt sie; viele junge Menschen wüssten davon nichts mehr.

Zusammen mit ihrer Mutter hat sie ein Bildungsprogramm ins Leben gerufen, das Schüler über die Anschläge informieren und sie von extremistischer Gewalt abhalten soll.