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Griechischen Banken gehen 10- und 20-Euro-Scheine aus

Seit neun Tagen sind Griechenlands Banken geschlossen. 60 Euro dürfen die Kunden vom Bankautomaten abheben – theoretisch, denn die 10- und

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Griechischen Banken gehen 10- und 20-Euro-Scheine aus

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Seit neun Tagen sind Griechenlands Banken geschlossen. 60 Euro dürfen die Kunden vom Bankautomaten abheben – theoretisch, denn die 10- und 20-Euro-Scheine werden knapp, so dass es oft nur 40 oder 50 Euro gibt. Die Menschen bleiben gelassen, schließlich können sie auf den Monat gerechnet 1.800 Euro abheben.

“Es wäre ein Wunder, wenn die Banken in zwei Tagen wieder offen sind. Ich glaube nicht daran. Man braucht wohl eine Übergangsperiode, in der sie das Vertrauen der Bevölkerung wiedergewinnen, sonst gibt es einen Bank-Run”, mein der 61-jährige Ingenieur Avlos Christou.

“Es ist unangenehm. Noch geht es, aber wenn das so weiter geht, bekommen wir Probleme”, meint der 72-jährige Emmanouel Paraskevas.

Etwas problematischer ist die Lage für die Rentner. Viele haben kein Konto, lösen den Rentenscheck in der Bank ein. Für sie haben gut 1.000 Filialen geöffnet. Doch sie erhalten nur 120 Euro pro Woche.

“Ich liebe mein Land. Unglücklicherweise hat diese Regierung es an den Abgrund gebracht. Die armen Jugendlichen, die anderthalb Millionen Arbeitslosen, die von den Renten ihrer Eltern leben. Was wird mit diesen armen Kindern geschehen?” fragt sich Nikos.

“Wenn die EZB ihren Staatsstreich fortsetzt, dann werden die Banken nicht öffnen!” meint eine Pensionistin.

Die griechische Regierung versucht momentan, die EZB zu bewegen, den griechischen Banken mehr Euros zur Verfügung zu stellen.