Eilmeldung

Eilmeldung

Akropolis adieu?

Sie lesen gerade:

Akropolis adieu?

Schriftgrösse Aa Aa

Der Ausverkauf an den chinesischen Börsen hat die Griechenland-Krise nahezu in den Hintergrund gedrängt – der Shanghaier Aktienmarkt war um sechs Prozent eingebrochen und hatte damit binnen drei Wochen rund ein Drittel seines Werts verloren.

Die Eurozone hatte dem pleitebedrohten Griechenland ein paar Tage mehr Zeit gegeben für ein Reformkonzept um einen akuten Austritt aus dem Euro zu verhindern.

An den europäischen Börsen blieben größere Verkäufe vorerst aus. EuroStoxx50 und Dax legten sogar minimal zu (+ 0,67 Prozent).

Kapitalmarktexperte Oliver Roth, Frankfurt:

“So richtig eingepreist ist der Grexit nicht. Es gibt immer wieder eine Menge Optimisten, die doch noch davon ausgehen, dass die Europäer eine Brücke bauen, über die die Griechen tatsächlich gehen werden – oder gehen können. Von daher muss ganz klar damit gerechnet werden, dass, wenn es wirklich zum Grexit kommt, es dementsprechend hier an der Börse auch nochmal zu deutlichen Verwerfungen kommt. Also mit massiven Abschlägen ist in der Tat zu rechnen.”

Einige Anleger zählen also weiter auf ein Abkommen mit Griechenland. Andere meinen, Liquidität der Europäischen Zentralbank (EZB) könnte weitere Einbrüche an den europäischen Märkten begrenzen, sollte das Land den Euro verlassen. Die Athener Börse blieb am Mittwoch den achten Handelstag in Folge geschlossen, ebenso wie die meisten Banken des vor der Pleite stehenden Landes.

su mit Reuters