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IWF: USA und nicht Griechenland der Konjunktur-Bremsklotz

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IWF: USA und nicht Griechenland der Konjunktur-Bremsklotz

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Die Krise in Griechenland bedeutet für die Weltwirtschaft nach Ansicht des Internationalen Währungsfonds (IWF) keine unmittelbare Gefahr. Die Aussicht für die Entwicklung der globalen Wirtschaftsleistung bleibe von den Geschehnissen in dem Land unberührt, lässt der IWF in seiner korrigierten Fassung der Konjunkturprognose verlauten.

Olivier Blanchard, der leitende Volkswirt des Internationalen Währungsfonds sagte, die Handels- und Finanzverbindungen zwischen Griechenland und dem Rest der Welt seien begrenzt. “Der IWF hat 188 Mitglieder, von denen die meisten ärmer als Griechenland sind. Diese Mitglieder erhalten nicht die Pausen, von denen manche Leute meinen, dass wir sie Griechenland gewähren sollten”, so Blanchard weiter.

Der IWF korrigierte seine Prognose für das weltweite Wirtschaftswachstum in diesem Jahr von 3,5 auf 3,3 Prozent. Die Vorhersage für 2016 blieb unverändert, und liegt weiterhin bei 3,8 Prozent.

Die Anpassung sei vor allem der Entwicklung in den Vereinigten Staaten geschuldet, sagten die IWF-Ökonomen. Es wird erwartet, dass die US-Wirtschaft in diesem Jahr um 2,5 Prozent wächst – und damit weniger als noch im April angenommen.

Für China sagt der Internationale Währungsfond in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 6,8 Prozent voraus. Laut IWF-Prognose werden es 2016 dann 6,3 Prozent sein.