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Letzter Tag für Griechenlands Reformvorschläge

IWF-Chefin fordert Umschuldung. Griechischen Banken droht die Pleite.

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Letzter Tag für Griechenlands Reformvorschläge

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Es sind die letzten Stunden des Ultimatums für Griechenland: Bis Freitag 8.30 Uhr in der Früh erwarten die Euro-Staaten die griechischen Reformvorschläge. Am Mittwoch hatte Regierungschef Alexis Tsipras noch einmal das Europäische Parlament auf seine Linie eingeschworen und Solidarität gefordert, so, wie sie auch das hochverschuldete Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg erhalten habe. Er betonte außerdem, dass Griechenland seine Schulden nicht loswerden wolle. Man wolle aber in der Lage sein, sie zu bedienen.

Meinung

Ein einziges Ziel: die unerschütterliche Teilhabe Griechenlands an Europa und an der Eurozone

Griechenlands Präsident Propokis Pavlopoulos ermutigte Tsipras nach dessen Rückkehr aus Straßburg: “Im Europäischen Parlament, in diesem Ort der Demokratie, wurde deutlich, dass der Volksentscheid des griechischen Volkes nicht als Bruch gedeutet werden kann, sondern als Neustart für die Verhandlungen mit nur einem einzigen Ziel: die unerschütterliche Teilhabe Griechenlands an Europa und an der Eurozone.”

Griechenland hat jetzt auch offiziell einen Antrag auf weitere Hilfen beim Europäischen Stabilitätsmechanismus ESM gestellt. Der Internationale Währungsfonds IWF schätzt den Finanzbedarf Griechenlands bis Oktober 2016 auf mindestens 29 Milliarden Euro. Die Chefin des IWF, Christine Lagarde, bekräftigte ihre Vorschläge zur Beendigung der Krise:

“Wir haben immer darauf hingewiesen, dass das Programm auf zwei Säulen steht: eine besteht aus wesentlichen Reformen und einer Reduzierung der Staatsausgaben. Die andere Säule ist eine Umschuldung, die in diesem speziellen Fall notwendig ist, damit Griechenland seine Schulden wieder bedienen kann.”

Mit dieser Aussage stellt sich Lagarde gegen die Linie der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die seit Jahren eine Restrukturierung der griechischen Schulden ablehnt.

Unterdessen kommen die Griechen weiterhin nicht an ihr Geld. Die Banken bleiben noch mindestens bis Montag geschlossen. Beobachter gehen davon aus, dass auch im Falle einer Rettung Griechenlands einige angeschlagene Banken mit Konkurrenten fusionieren müssten.