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U-Bahn-Streik legt London lahm

Ein Streik bei der U-Bahn hat London an den Rand des Verkehrskollaps gebracht. Zehntausende waren am Donnerstag auf Busse, Züge und die Stadtbahn

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U-Bahn-Streik legt London lahm

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Ein Streik bei der U-Bahn hat London an den Rand des Verkehrskollaps gebracht.

Zehntausende waren am Donnerstag auf Busse, Züge und die Stadtbahn Overground angewiesen, weil die 270 Stationen der “Tube” geschlossen blieben

Grund für den aktuellen Tarifkonflikt ist, dass die Angestellten von London Underground (LU) ab Mitte September auf fünf von elf U-Bahn-Linien am Wochenende auch nachts arbeiten sollen.

Verhandlungen gescheitert

Fahrgäste mussten lange Schlangen an Bushaltestellen und Verspätungen in Kauf nehmen:

“Wir sind 8,6 Millionen Einwohner in London. Ich finde den Streik egoistisch, weil das Ausmaß nicht verhältnismäßig ist. “

“Mich betrifft das weniger. Die Busse sind überfüllt, na gut, aber mit dem Streik bin ich einverstanden, weil es nicht um Geld sondern um die Betriebszeiten geht. Da sind die Mitarbeiter vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Außerdem hätte der Betrieb schon vor Jahren automatisiert werden sollen.”

Zur Abmilderung des Streiks wurden auch ausrangierte Busse vom Abstellgleis geholt

Die britische Regierung, Bürgermeister Boris Johnson und der Betreiber London Underground (LU) haben den Streik als ungerechtfertigt und unnötig bezeichnet. LU-Chef Mike Brown sagte, das Unternehmen habe “alle Kraft aufgeboten”, um ein faires Angebot zu machen. Niemand müsse mehr arbeiten als vorher.

Der Streik sollte am frühen Freitagmorgen beendet werden.

Euronews-Korrespondent Ali Kheradpir kommentierte in London:

“Die fehlgeschlagenen Verhandlungen zwischen den vier Gewerkschaften und den Managern von London Underground ist die Ursache für diesen massiven Streik und das Verkehrschaos. Das Gewicht des Streiks wurde einfach auf den Schultern der Nutzer anderer Verkehrsmittel abgeladen.”