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Vucic reagiert gemäßigt auf Angriffe in Srebrenica

Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic hat moderat auf die Angriffe bei den Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag des Srebrenica-Völkermordes

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Der serbische Regierungschef Aleksandar Vucic hat moderat auf die Angriffe bei den Gedenkfeiern zum 20. Jahrestag des Srebrenica-Völkermordes reagiert. “Meine Hand bleibt gegenüber den Bosniern weiter ausgestreckt”, sagte er. “Das war ein gut vorbereiteter und organisierter Angriff”, so Vucic weiter. Er sei von einem Stein im Gesicht getroffen und leicht verletzt worden. Dabei sei seine Brille zu Bruch gegangen. “Er wurde angegriffen, weil er das Wort Völkermord nicht ausspricht, weil er nicht sagt, dass es ein Völkermord war”, erklärt eine Trauernde.

Mehrere zehntausend Menschen nahmen im ostbosnischen Srebrenica an den Gedenkfeierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Völkermordes teil. 136 neu identifizierte Opfer wurden zu Grabe getragen. Hier liegen mehr als 6200 getötete muslimische Jungen und Männer begraben. Der Massenmord geschah, obwohl das Gebiet von den dort stationierten UN-Soldaten als sichere Zone deklariert worden war.

Euronews-Reporterin Laurence Alexandrowicz meint: “Vor 20 Jahren waren hier etwa genauso viele Menschen wie heute, sie waren den serbischen Streitkräften ausgeliefert. Für die internationale Gemeinschaft ist der Völkermord ein Schandfleck, die die Unschuldigen damals nicht zu schützen wusste. Die Bosnier haben nur eine Forderung, und zwar dass alle Kriegsverbrecher verurteilt werden.”