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Mexikanischer Drogenboss verschwand in der Dusche

In Mexiko läuft eine Großfahndung nach dem aus dem Gefängnis ausgebrochenen Drogenkartellchef Joaquin “El Chapo” Guzman. Guzman floh durch einen 1,5

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Mexikanischer Drogenboss verschwand in der Dusche

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In Mexiko läuft eine Großfahndung nach dem aus dem Gefängnis ausgebrochenen Drogenkartellchef Joaquin “El Chapo” Guzman. Guzman floh durch einen 1,5 Kilometer langen Tunnel, der unter seiner Zellendusche begann und auf einer Baustelle in die Freiheit führte. Überwachungskameras zeigten noch, wie Guzman die Dusche betrat, danach zeigten sie aber nichts mehr. Als das Wachpersonal zum Nachsehen kam, war die Zelle leer.

Der Chef der Nationalen Sicherheitsbehörde Monte Alejandro Rubido sagte: “Wir fanden eine Öffnung unter dem Boden seiner Dusche, die 50 auf 50 Zentimeter groß war. Durch diese Öffnung war ein 10 Meter tiefes Loch gegraben, das in einen Tunnel mündete.”

Guzman, dessen Alter zwischen 58 und 60 Jahren liegen soll, war im Hochsicherheitsgefängnis Altiplano westlich von Mexiko-Stadt eingesessen. Er war 2001 schon einmal ausgebrochen. Es gelang ihm, sich 13 Jahre lang zu verstecken. 2014 wurde er in einem mexikanischen Ferienort an der Küste aufgespürt und festgenommen. Der Flughafen in Toluca in der Nähe des Hochsicherheitsgefängnisses wurde vorsichtshalber geschlossen. Auch in den USA wird Guzman wegen zahlreicher Fälle von Drogenhandel und organisiertem Verbrechen gesucht.