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Ende des Atomstreits mit dem Iran: Ölpreis volatil, Exporte rauf

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Ende des Atomstreits mit dem Iran: Ölpreis volatil, Exporte rauf

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Die Ölpreise sind nach der Einigung im Atomstreit mit dem Iran deutlich unter Druck geraten. Ein Barrel (159
Liter) der Nordseesorte Brent fiel zeitweise auf 56,70 US-Dollar, 1,15 Dollar weniger als am Vortag – bevor es wieder über 58 Dollar stieg.

Mike Ingram, Marktstratege, BGC Partners, London:

“Das wird ein paar Monate dauern, bis man sicher weiß, etwa über die Internationale Energieagentur (IEA), ob sich der Iran an die Abmachungen des Deals hält. Ich glaube nicht, dass wir sein Rohöl vor dem Jahr 2016 auf dem Markt sehen werden.”

Nach Angaben von westlichen Diplomaten ist der Atomstreit mit dem Iran beigelegt. Die sieben beteiligten Staaten erzielten nach mehr als zweiwöchigen Verhandlungen in Wien eine Einigung.

Der Iran verpflichtet sich, sein Atomprogramm drastisch zurückzufahren. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen des Westens gegen das Mitglied der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) schrittweise aufgehoben werden.

“Wenn alles gut läuft, könnten wir in drei, vier Jahren die 10-Milliarden-Marke beim Export knacken,” hieß es beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag

Nach Einschätzung der Internationalen Energieagentur (IEA) ist der Ölmarkt bereits jetzt “massiv überversorgt”, mit weiteren Preisrückgängen sei zu rechnen.

su mit dpa