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Hiroshima und Nagasaki - der Beginn der Angst vor der Atombombe

Vor 70 Jahren wurde mit einer Boeing B-29 Superfortress – die der Pilot nach seiner Mutter Enola Gay taufte – eine Atombombe über Hiroshima

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Hiroshima und Nagasaki - der Beginn der Angst vor der Atombombe

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Vor 70 Jahren wurde mit einer Boeing B-29 Superfortress – die der Pilot nach seiner Mutter Enola Gay taufte – eine Atombombe über Hiroshima abgeworfen. Den Befehl zum Einsatz der neuen Waffe gab US-Präsident Harry S. Truman. Japan sollte möglichst schnell zur Kapitulation bewegt und der Krieg damit beendet werden.

Meinung

"Die Atombomben haben auch der Möglichkeit die Tür geöffnet, alles Leben auf unserem Planeten zu vernichten."

Mit einer Sonderaustellung an der American University in Washington erinnern die USA an die Bombenabwürfe über Hiroshima am 6. August und Nagasaki am 9. August 1945, die mehr als 200.000 Menschen töteten. Mit Fotografien, deformierten Objekten und Kunstwerken dokumentiert die Show die Zerstörung und die Auswirkungen auf die Menschen. Die Bombenabwürfe waren eine der umstrittensten Entscheidungen eines amerikanischen Präsidenten im 20. Jahrhundert:

“Die Atombomben haben nicht nur unnötigerweise Hunderttausende von unschuldigen Menschen während des Krieges getötet, sondern sie haben auch der Möglichkeit die Tür geöffnet, alles Leben auf unserem Planeten zu vernichten. Und das, was mich so schockiert, ist, dass Truman dies wusste”, so Ausstellungskurator Peter Kuznick.

Weltweit wurden Hiroshima und Nagasaki zu Symbolen für die Schrecken des Krieges. Bis heute sterben damalige Einwohner Hiroshimas und Nagasakis an Krebserkrankungen, eine Langzeitfolge der Strahlung.

“Der Einsatz dieser Bomben gegen einen – wie Oppenheimer das nannte – im Grunde besiegten Feind, legitimierte Atomwaffen und trieb Stalin dazu, alles zu tun, um schnellstmöglich ebenfalls eine Atombombe zu haben. Damit begann das Wettrüsten. Und während der Eisenhower-Regierung gab es enorme Spannungen”, so Martin Sherwin, Autor des Buches “American Prometheus. The Triumph and Tragedy of J. Robert Oppenheimer”.

In Washington ist die Ausstellung noch bis zum 16. August zu sehen. Danach wandert sie durch weitere amerikanische Städte.