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Griechenland: Verheerende Waldbrände unter Kontrolle

In Griechenland ist es der Feuerwehr gelungen, die schweren Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Zwei Menschen kamen bei den Bränden in der Nähe

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Griechenland: Verheerende Waldbrände unter Kontrolle

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In Griechenland ist es der Feuerwehr gelungen, die schweren Waldbrände unter Kontrolle zu bringen. Zwei Menschen kamen bei den Bränden in der Nähe der Hauptstadt Athen und im Süden des Landes ums Leben.

Die Behörden schließen Brandstiftung als Ursache nicht aus, zwei verdächtige Personen wurden verhaftet.

In Lakonien, im Süden des Landes, wurden mehrere Häuser zerstört.

“Wir haben keine Arbeit und kein Geld auf der Bank”, so ein Dorfbewohner. “Wenn wir dort zum Beispiel 200 Euro hätten, könnten wir täglich nur 50 Euro abheben. Ich warte auf Hilfe.”

Drei Dörfer mussten in der Region evakuiert werden. Die Feuerwehr bekämpfte landesweit fast sechzig Brände.

“Ich hatte auf die Sommer-Saison gehofft”, so eine Barbesitzerin. “Wir hängen von diesem einen Monat ab, um im Winter über die Runden zu kommen. Jetzt gibt es keine Hoffnung mehr. Aber die Einheimischen und die Leute aus der Region haben gesagt, sie wollen das zusammen durchstehen.”

In der Nähe von Athen rückten mehr als 140 Feuerwehrleute mit 80 Löschfahrzeugen und mehreren Spezialflugzeugen an. Bewohnte Gebiete sind dort nicht mehr bedroht. Die Gefahr für ein Wiederaufflammen bleibe aber groß, hieß es.

“Wir sind vernichtet”, erklärt ein Mann aus dem betroffenen Gebiet. “Es ist nichts mehr da, keine Tiere, keine Vögel, alles weg. Wir haben hier nichts mehr. Ich habe keinen Strom und kein Wasser. Ich habe gar nichts mehr.”

In Griechenland kommt es in den Sommermonaten immer wieder zu Waldbränden.

Das Land wurde 2007 von den schwersten Bränden seit Jahrzehnten heimgesucht. Rund 70 Menschen starben damals innerhalb von drei Tagen, Hunderttausende Hektar Wald wurden vernichtet.