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Avignon: Das letzte Abendmahl

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Avignon: Das letzte Abendmahl

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Beim 69.Festival von Avignon werden im Juli wieder 3 Wochen lang zeitgenössische Theater und Bühnenstücke zu sehen sein. Mit dabei: die

Beim 69.Festival von Avignon werden im Juli wieder 3 Wochen lang zeitgenössische Theater und Bühnenstücke zu sehen sein.

Meinung

Die gesellschaftliche Klasse gerät hier in den Focus. In all ihrer Unverfänglichkeit - vom Beginn des Stücks an bis zu seinem Ende.

Mit dabei: die Theaterproduktion des ägyptischen Realisateurs Ahmed el Attar : Das Abendmahl.
Sein Thema: Eine Gesellschaft der es nicht gelingt sich von Despotismus und Tyrannei zu befreien.
Mit dem Abendmahl schafft Ahmed el Attar auf der Bühne eine grotesque Wiedergabe der bürgerlichen Gesellschaft Ägyptens.Das Stück basiert auf langgezogenen Diskussionen, die die Leere des gesellschaftlichen Lebens wiederspiegeln sollen.
Teil dieser Gesellschaft sind nach Auffassung des Theatermachers aber auch jene, die zu allem schweigen. Und ihren fragwürdigen Herren weiter dienen. Das Stück beschreibt eine dominante, autoritäre Klasse Ägyptens. Er stellt sie als ebenso
geringschätzig wie geldgierig dar, stehts darauf bedacht, Veränderungen zu verhindern.
Die 11 Protagonisten treiben durch einen endlos erscheinenden Strom absurder Dialoge. Was bleibt ist die Karikatur eines Abendmahls und eine Persiflage auf die bessere Kairoer Gesellschaft.