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Prozess gegen Tschads früheren Präsidenten verschoben

Die Fortsetzung des Prozesses gegen den früheren Staatspräsidenten des Tschad, Hissène Habré, ist einen Tag nach seiner Eröffnung vorerst auf den 7

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Die Fortsetzung des Prozesses gegen den früheren Staatspräsidenten des Tschad, Hissène Habré, ist einen Tag nach seiner Eröffnung vorerst auf den 7. September verschoben worden. Damit soll den Anwälten des 72-Jährigen Zeit eingeräumt werden, um die Verteidigung vorzubereiten. Habré verweigert dem Sondertribunal in der senegalesischen Hauptstadt Dakar seine Anerkennung.

Dem ehemaligen Diktator werden unter anderem Verbrechen gegen die Menschlichkeit zur Last gelegt. Während seiner Herrschaft in dem afrikanischen Land sollen zwischen 1982 und 1990 zehntausende politische Gegner getötet worden sein. Im März waren ehemalige hochrangige Beamte von Habrés früherer politischen Polizei im Tschad wegen Folter verurteilt worden.

Habré weist die Vorwürfe zurück. Er sieht sich einer Hetzkampagne durch Justiz, Medien und Politik ausgesetzt, deren Ziel es sei, ihn politisch und physisch zu liquidieren, heißt es auf seiner Internetseite.