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Athener Zerreißprobe: Tsipras auch nach Abstimmung weiter im Kreuzfeuer

Nach der Annahme des vorerst letzten Reformpakets durch das griechische Parlament stehen in Athen rasche Verhandlungen über neue Milliardenhilfen

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Athener Zerreißprobe: Tsipras auch nach Abstimmung weiter im Kreuzfeuer

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Nach der Annahme des vorerst letzten Reformpakets durch das griechische Parlament stehen in Athen rasche Verhandlungen über neue Milliardenhilfen bevor. Unterhändler der Geldgeber-Institutionen werden am Freitag in der griechischen Hauptstadt erwartet. Im Raum steht ein drittes Hilfsprogramm, das bis zu 86 Milliarden Euro umfassen und sich über drei Jahre erstrecken soll.

Tspiras’ Brüsseler Deal mit den Geberländern hat ihn innerhalb der Partei angreifbar gemacht. Parteikollegin und Parlamentspräsidentin Zoe Konstantopoulou, die das Abkommen scharf kritisiert, demonstrierte am Mittwoch dennoch Geschlossenheit. Mitglieder der Partei sollen kurz zuvor ihren Rücktritt gefordert haben: “Der Ministerpräsident und ich haben eine starke und ehrliche Verbindung zueinander. Beide teilen wir den Wunsch zu tun, was auch immer dem griechischen Volk gut tut.”

Nach stundenlanger Beratung im Parlament hatte sich Tsipras am frühen Morgen gegen die linken Hardlinder der Partei durchsetzen können.

Euronews-Reporter Stamatis Giannisis berichtet aus Athen: “Die Bilanz dieser Abstimmung im griechischen Parlament macht die Spaltung der Kammer in Unterstützer und Widersacher Tspiras’ umso deutlicher. Der Ausbruch eines offenen Kampfes innerhalb der regierenden Syriza-Partei ist nur noch eine Frage der Zeit.”