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Guter Stern über Daimler

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Guter Stern über Daimler

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Der schwache Euro und ein starker Autoabsatz haben bei Daimler im zweiten Quartal Umsatz und Gewinn nach oben getrieben und den Autobauer seinen Zielen näher gebracht. Daimlers Erlöse stiegen gegenüber dem Vorjahr um 19 Prozent auf 37,5 Milliarden Euro.

Das operative Konzernergebnis stieg um 20 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro – fast die Hälfte vom Plus waren dem schwachen Euro zu verdanken.

Im Kerngeschäft mit Autos lag die operative Marge, der Anteil vom Gewinn am Umsatz, zum erstenmal seit langem über der Zielmarke von zehn Prozent.

Daimler könnte damit die Konkurrenz in den Schatten gestellt haben. Nur Porsche verdient besser.

“Wir haben im ersten Halbjahr unseren
Renditeanspruch für Mercedes-Benz Cars erreicht”, sagte Daimler-Chef
Dieter Zetsche.

Bis 2020 will er BMW als größten und profitabelsten Premiumhersteller ablösen – ein Titel, den Daimler vor zehn Jahren an die Münchner verlor.

Frank Schwope, Automobilanalyst der NordLB, Hannover: “Es wird einen dauerhaften Dreikampf um die Spitze geben.”

Mercedes fährt mit neuen Modellen zur Zeit einen Absatzrekord nach dem anderen ein. Seit gut zwei Jahren wurden zahlreiche Modelle neu oder überarbeitet auf den Markt gebracht, vom Kompaktwagen A-Klasse bis zur Luxuslimousine Maybach. Im zweiten Quartal war vor allem die C-Klasse, der am meisten verkaufte Mercedes, gefragt. Im kommenden Jahr kommt die E-Klasse in neuem Design heraus. Zudem zahlten sich die vor Jahren gestarteten Sparprogramme aus.

Auf dem weltgrößten Fahrzeugmarkt in China stiegen die Mercedes-Verkaufszahlen zwischen April und Juni um 34 Prozent, während BMW und Audi im Juni einen Absatzrückgang hinnehmen mussten. In absoluten Zahlen liegt Daimler allerdings weiter deutlich hinter den beiden Konkurrenten. Analysten führen Daimlers Erfolg auf die jüngere Modellpalette zurück.

In China wird wegen des langsameren Wirtschaftswachstums in diesem Jahr nur noch mit 3 Prozent Pkw-Absatzplus gerechnet, nach zweistelligen Raten in der Vergangenheit.

Beim globalen Pkw-Absatz in diesem Jahr erwartet Daimler nur noch zwei Prozent mehr Nachfrage nach rund 77,5 Millionen Fahrzeugen. Bislang war der Konzern von einem Plus von drei Prozent ausgegangen.

su mit dpa, Reuters