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Air France-KLM verschärft Sparkurs

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Air France-KLM verschärft Sparkurs

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Die Fluggesellschaft Air France-KLM verschärft nach einem enttäuschenden zweiten Quartal ihren Sparkurs. Man werde unrentable Flüge streichen und das
Flugangebot im Winter kappen, so das Unternehmen. Besonders bei den Verbindungen nach Japan, Brasilien und Russland herrsche Druck. Die ohnehin geplanten Kostensenkungen sollen schneller umgesetzt und ausgeweitet werden – von 1,8 auf 2,1 Milliarden Euro.

Im zweiten Quartal flog Air France-KLM unter dem Strich tiefer in die roten Zahlen. Der Nettoverlust stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 11 Millionen auf 79 Millionen Euro. Der Umsatz ging auf vergleichbarer Basis um 4,5 Prozent zurück auf 6,64 Milliarden Euro.

Konzernchef Alexandre de Juniac trat Spekulationen entgegen, der Air-Berlin-Geldgeber Etihad könnte auch bei der französisch-niederländischen Gesellschaft einsteigen. Die Piloten von Air France rief er erneut auf, ihren Beitrag zum Kostenmanagement zu leisten. Es müsse eine neue Einigung geben, sonst werde die Airline ab Oktober ihr Langstrecken-Netzwerk nicht aufrechterhalten können, warnte er. Mit KLM-Piloten gebe es bereits eine Übereinkunft.

Die Fluggesellschaft habe sich viel vorgenommen, sagten Analysten. “Wir sind skeptisch – sowohl bei der Umsatzprognose als auch bei den Einsparungen”, schrieb das Brokerunternehmen Liberium, London/New York, in einer Studie.

su mit dpa, Reuters