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Der neue Wettlauf ins All

In Business Planet verraten wir Ihnen was für Möglichkeiten kleine und mittelständische Unternehmen in den Anwendungsbereichen von Navigation und Satelliten haben.

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Der neue Wettlauf ins All

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Im Geschäftsviertel Canary Wharf in London entdecken wir, was für Möglichkeiten kleine und mittelständische Unternehmen in den Anwendungsbereichen von Navigation und Satelliten haben.

Meinung

Seit unsere Kunden dieses System 'Travel Time' auf ihren Internetseiten installiert haben, hat sich die Zahl der Nutzer, die aktiv sind, verdreifacht

Kathrin Sturm vertritt eines der größten Netzwerke in diesem boomenden Bereich. Sie erklärt: “Die globale Marktgröße wird Schätzungen zufolge 2022 rund 250 Milliarden Euro wert sein. Heute sind schon sechs bis sieben Prozent der europäischen Wirtschaft auf die Navigationssignale der Satelliten angewiesen.”

Und das betrifft u.a. die digitale Wirtschaft. Gleich ein Beispiel, hier in London. Die Firma iGeolise hat 2009 Karten erfunden, die nicht die Kilometeranzahl für eine gewisse Distanz angeben, sondern wieviel Zeit man dafür benötigt. Immobilienmarkt, Arbeitssuche und Tourismus: Mehrere Bereiche in Großbritannien haben die Technologie mittlerweile übernommen.

Und das ist gut für die Firma. Sie konnte elf neue Mitarbeiter anstellen und der Umsatz ist in die Höhe geschnellt.

Laut Charlie Davie, Mitbegründer von iGeolise, lohnt das neue System sich: “Seit unsere Kunden dieses System ‘Travel Time’ auf ihren Internetseiten installiert haben, hat sich die Zahl der Nutzer, die aktiv sind, verdreifacht. Das heißt, sie machen mehr Geschäfte mit der gleichen Anzahl an Nutzern.”

Diese Plattform nutzt Navigationsdaten der Satelliten, GPS natürlich aber auch EGNOS, den erweiterten europäischen Navigationsdienst. Euronews-Journalist Serge Rombi hat nachgefragt: “Kathrin, Charlies Plattform nutzt Informationen von EGNOS. Was genau ist EGNOS?"

Kathrin hat die Antwort: “EGNOS ist ein ‘pre-Galileo’ System. Es verfügt über geostationäre Satelliten und Empfangsstationen in ganz Europa. Es ergänzt und verbessert die GPS-Signale. Die Informationen sich genauer und verlässlicher. Zudem ist es kostenlos. Alle Unternehmer können es nutzen, so wie Charlie.”

2012 gewann Charlies Firma einen Preis des Europäischen Wettbewerbs für Satellitennavigation, der zum Teil von der Europäische Kommission finanziert wird. “Durch diesen Preis ist unser Geschäft abgehoben. Wir wurden in der Satelliten-Germeinschaft anerkannt und mit den 7000 Euro Preisgeld konnten wir unseren ersten Prototypen entwickeln. Und durch die Werbekampagne haben wir unseren ersten großen Kunden in Großbritannien an Land gezogen,” so Charlie.

Dieser Wettbewerb verleiht nicht nur Preise, er bietet den Firmen auch Zugang zu einem Netzwerk aus rund 130 Verantwortlichen in dem Bereich und mehr als 200 internationalen Experten.

Und die abschließe Frage von Serge Rombi: “Was ist, wenn ich auch von den Möglichkeiten in diesem Bereich profitieren will? Was sind die Schlüssel des Erfolgs?“Kathrin rät Folgendes: “Sie benötigen Unterstützung, Kompetenz und Zugang zu den richtigen Partnern. Das ist es, was wir anbieten: Wir helfen Ihnen und Unternehmern ihre innovative Anwendung voranzubringen.”

Und so sahen die Dreharbeiten bei iGeolise in London aus: