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Mindestens zwölf Flüchtlinge vor libyscher Küste ertrunken

Rund 100 Flüchtlinge waren an Bord des Schlauchbootes – nur 88 konnten von der deutschen Fregatte “Schleswig-Holstein” gerettet werden. Bei einem

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Mindestens zwölf Flüchtlinge vor libyscher Küste ertrunken

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Rund 100 Flüchtlinge waren an Bord des Schlauchbootes – nur 88 konnten von der deutschen Fregatte “Schleswig-Holstein” gerettet werden. Bei einem erneuten Bootsunglück vor der libyschen Küste sind mindestens 12 Menschen ums Leben gekommen. Das gaben italienische Behörden bekannt. Überlebende des Unglücks hatten zuvor von bis zu 40 Vermissten gesprochen.

Der Flüchtlingsstrom in Richtung Italien reißt nicht ab. Mehr als 85.000 Menschen sind im ersten Halbjahr 2015 mit dem Boot an Italiens Küste gelandet. Der Küstenwache zufolge wurden allein in den vergangenen 24 Stunden 2.000 Menschen aus Seenot gerettet.

Libyen ist ein Haupttransitland für Flüchtlinge mit dem Ziel Europa. Häufig endet die Reise jedoch in einem Lager. Dort werden die Männer, Frauen und Kinder oft unter menschenunwürdigen Bedingungen festgehalten, berichtet der britische Sender Sky News. Medizinisch versorgt zu werden, ist oftmals kaum möglich. Eine gefährliche Reise in einem Schlauchboot erscheint so als kleineres Übel.