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Türkei: Ausschreitungen bei Protesten in Istanbul

In Istanbul ist es nach den Luftschlägen gegen die PKK und den Razzien im Inland zu Protesten gekommen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen

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Türkei: Ausschreitungen bei Protesten in Istanbul

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In Istanbul ist es nach den Luftschlägen gegen die PKK und den Razzien im Inland zu Protesten gekommen. Die Polizei ging mit Wasserwerfern gegen Demonstranten vor, die sich anlässlich der bei einer Polizeiaktion am Freitag getöteten Aktivistin Günay Özaslan versammelten. Es kam zu Ausschreitungen. Insgesamt gab es am Freitag Polizeirazzien in mehr als 20 türkischen Provinzen. Laut Regierungschef Ahmet Davutoglu wurden dabei 297 Menschen verhaftet. Özaslan wurde verdächtigt, der verbotenen marxistischen “Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front” angehört zu haben. Eine weitere Kundgebung in Istanbul verlief friedlich.

Bereits am Samstag kam es in Ankara zu Ausschreitungen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas ein. Ein Grund für die Proteste ist der Anschlag in der vor allem von Kurden bewohnten Stadt Suruç vom Montag, bei dem mehr als 30 Menschen starben. Ankara machte die IS-Miliz dafür verantwortlich, Kurdenorganisationen werfen der Regierung Komplizenschaft mit den Islamisten vor.