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Cameron: Lage in Calais ist "sehr besorgniserregend"

Erneut haben rund 1.500 Flüchtlinge in Calais versucht, den Eurotunnel zu durchqueren. Dabei gab es nach Polizeiangaben einen Toten. Der Zugverkehr

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Cameron: Lage in Calais ist "sehr besorgniserregend"

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Erneut haben rund 1.500 Flüchtlinge in Calais versucht, den Eurotunnel zu durchqueren. Dabei gab es nach Polizeiangaben einen Toten. Der Zugverkehr wurde über Nacht ausgesetzt. Bereits am Dienstag hatten etwa 200 Sicherheitskräfte insgesamt rund 2.000 Menschen vom Eindringen in den Tunnel abgehalten.

Die Lage sei “sehr besorgniserregend”, sagte
Premierminister David Cameron in Singapur: “Wir arbeiten eng mit den Franzosen zusammen. Die Innenminister haben sich gestern getroffen, wir haben Geld in die Zäune um Calais investiert und wir werden auch einen Sicherheitszaun um den Eingang des Tunnels in Coquelles errichten. Wir tun also, was wir können”. Die britische Regierung hatte gestern gemeldet, es würden umgerechnet knapp 10 Millionen Euro in die Sicherheit um den Eurotunnel investiert. Auch einer Enschädigung der Betreibergesellschaft stimmte London zu. Die Firma hatte die Kosten für die Maßnahmen als “nicht tragbar” bezeichnet. Die andere Hälfte der Entschädigungszahlung in Höhe von 9.7 Mio Euro soll Frankreich bezahlen.

Tausende Migranten stranden immer wieder in der Region um die nordfranzösische Stadt. Von dort aus versuchen sie, nach Großbritannien zu gelangen. Die Flüchtlinge aus Eritrea, Sudan und anderen Ländern erhoffen sich dort bessere Chancen auf Asyl und bessere Lebensbedingungen als in Frankreich.

In den vergangenen Wochen gab es mehrere tödliche Unfälle an dem Tunnel unter dem Ärmelkanal. Der Tote in der Nacht soll französischen Medien zufolge bereits der neunte seit Anfang Juni sein.

Innenministerin Theresa May berief eine Cobra-Krisensitzung ein.