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Microsoft: Windows 10 soll Misserfolg von Windows 8 abhaken

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Microsoft: Windows 10 soll Misserfolg von Windows 8 abhaken

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Der weltweit größte Softwarehersteller Microsoft hat mit der Auslieferung seines
neuen Betriebssystems Windows 10 in 190 Ländern und 111 Sprachen begonnen. Es ist die erste einheitliche Plattform für alle Geräte vom Smartphone über das Tablet bis zum klassischen PC – als Upgrade für Windows 7, Windows 8.1 und Windows Phone 8.1 kostenlos. Ob das System nach einem Jahr für diese Zielgruppe kostenpflichtig wird, ließ Microsoft offen.

Nutzer von Windows Vista und Windows XP können Windows 10 direkt herunterladen oder im Handel kaufen und zahlen zwischen 135 Euro und 279 Euro.

Je nach Bedarf lässt sich das System mit Tastatur, Maus oder per Fingerstreich bedienen. Das soll Software-Entwicklern erleichtern, abgestimmte Programme für die unterschiedlichen Geräte zu erstellen.

Mit Windows 10 knüpft Microsoft auch eine enge Verbindung zur Spielkonsole Xbox One. So können Spiele von der Xbox auf einen PC
oder einen Tablet Computer übertragen werden. Spiele, die auf der Konsole begonnen wurden, können auf dem Tablet oder PC zu Ende
gespielt werden.

In unabhängigen Testberichten
erhielt Windows 10 durchgängig gute Noten.

Microsoft-Chef Satya Nadella:

“Mit Windows 10 beginnt eine neue Zeit im Personal Computing, mit Priorität für Mobilgeräte und Priorität für die Cloud. Wir wollen, dass die Leute Windows-10 lieben.”

Mit dem neuen System will der Softwarekonzern
seinen Misserfolg mit der Vorgängerversion Windows 8 abhaken und ein neues Kapitel für das bald 30 Jahre alte Betriebssystem
aufschlagen.

Mit Windows 8 hatte Microsoft im Umfeld eines schwachen PC-Marktes deutlich an Boden verloren. Im Wettbewerb mit Apple und
Google führte der Konzern 2013 ein neuartiges Kacheldesign ein, mit dem die meisten traditionellen PC-Anwender ihre Mühe hatten.

Gleichzeitig konnte Microsoft mit dem neuen Design den Siegeszug der Smartphones und Tablet Computer von Apple und den
zahlreichen Google-Partnern nicht stoppen. Zuletzt musste Microsoft die Investitionen in die Handy-Sparte von Nokia abschreiben – mehr als 7,2 Milliarden Euro.

su mit dpa