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Sizilien: Neue Flüchtlingstragödien erschüttern Italien

Eine neue Flüchtlingstragödie erschüttert Italien: Im Hafen der sizilianischen Stadt Messina ist ein irisches Militärschiff mit 453 Migranten an Bord

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Sizilien: Neue Flüchtlingstragödien erschüttern Italien

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Eine neue Flüchtlingstragödie erschüttert Italien: Im Hafen der sizilianischen Stadt Messina ist ein irisches Militärschiff mit 453 Migranten an Bord eingetroffen. Daneben befanden sich auch die Leichen von 14 Migranten, die an Bord eines Flüchtlingsschiffes geborgen wurden.

Chiara Montaldo von Ärzte ohne Grenzen: “Viele sind während dieser unmenschlichen Reise gestorben. An Bord waren 500 Menschen, die die gestorben sind, waren im Frachtraum. Diesmal sind sie nicht ertrunken, sie sind wahrscheinlich erstickt, verdurstet oder verhungert.”

Auch in der sizilianischen Hafenstadt Reggio Calabria ist ein Schiff mit 692 Migranten an Bord eingetroffen, darunter viele Frauen und Kinder.

“Die meisten kommen aus Eritrea. Sie alle haben eine eigene Geschichte, viele fliehen vor Verfolgung…”, so Francois Zamparini von Ärzte ohne Grenzen.

“Sie kennen die Bedingungen auf den Booten, sie wissen, dass sie ein hohes Risiko eingehen, ihr Leben zu verlieren. Aber für sie ist es der einzige Weg, Tortur, Verfolgung und so weiter zu entkommen.”

2014 machten die Eritreer einen großen Teil der Migranten aus, die die gefährliche Reise über das Mittelmeer nach Europa wagten. Allein dieses Jahr sind bereits über 1900 Menschen dabei gestorben.