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Twitter: #Frust

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Twitter: #Frust

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Beim Kurznachrichtendienst Twitter ist der Nutzerzuwachs im vergangenen Quartal so schwach ausgefallen wie seit dem Börsengang im Jahr 2013 nicht. Im Zeitraum April bis Juni zählte Twitter 304 Millionen aktive Nutzer – nur zwei Millionen mehr als im vorangegangenen Vierteljahr. Internet-Netzwerke wie Facebook, Instagram und Snapchat konnten ihre Kundenzahlen deutlich stärker steigern.

Der Umsatz sei von April bis Juni im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 61 Prozent auf 454 Millionen Euro gestiegen, so Twitter. Das Unternehmen verliert aber weiter Geld – das Minus sank im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 131 auf 124 Millionen Euro.

“Menschen in aller Welt kennen Twitter, aber es ist nicht klar, warum sie Twitter nutzen sollten”, sagte Jack Dorsey, Interimsnachfolger von Twitter-Chef Dick Costolo, der Ende Juni das Handtuch warf. “Das ist inakzeptabel, und wir sind damit nicht glücklich.”

Auch Finanzchef Anthony Noto räumte Probleme ein, ein neues Publikum für die 140-Zeichen-Nachrichten zu gewinnen. “Ganz einfach: Das Produkt ist weiterhin zu schwer zu nutzen”, sagte Noto. “Wir werden voraussichtlich kein bedeutendes nachhaltiges Nutzerwachstum haben, bevor wir den Massenmarkt erreichen.” Und das werde noch erheblich dauern.

Ken Sena vom Analysehaus Evercore ISI begrüßte die Offenheit des Managements. “Sie haben den Anlegern ein Gefühl für die Herausforderung gegeben”, sagte Sena. Dies lasse hoffen, dass Twitter die Schwierigkeiten nun auch entschlossen angehe, meinte Debra Aho Williamson vom Marktforschungs-Unternehmen Emarketer.

Die Aktie des Kurznachrichtendienstes stieg nachbörslich erst um über zehn Prozent und stürzte dann zwischenzeitlich bis auf minus zehn
Prozent ab. Twitter wird schon länger als Übernahmekandidat gehandelt.

su mit dpa, Reuters