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Bericht: Aufstand im IWF gegen neue Griechenland-Rettung

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Bericht: Aufstand im IWF gegen neue Griechenland-Rettung

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Der Internationale Währungsfonds weckt Zweifel daran, dass er an einem dritten Rettungspaket für Griechenland mitwirken wird. IWF-Mitarbeiter des Währungsfonds haben nach Medienberichten („Financial Times“) ihrem Verwaltungsrat mitgeteilt, dass Griechenland sich als Schuldner disqualifiziere.

Das Schuldenniveau sei zu hoch und Griechenland habe bisher nur geringe Erfolge bei der Umsetzung von Programmen vorweisen können, die Voraussetzung für die Kreditgewährung waren.

Damit steht die auf dem Krisen-Gipfel beschlossene „Rettung“ Griechenlands auf der Kippe.

Aktuell nehmen Vertreter des Währungsfonds auf Einladung der griechischen Regierung an Gesprächen über ein drittes Rettungspaket teil. Es geht um ein Hilfsprogramm von bis zu 86 Milliarden Euro für die nächsten drei Jahre. Doch über einen neuen Kredit werde man erst in einigen Monaten entscheiden – zitiert die “Financial Times” ein “vierseitiges, „streng geheimes“ Dokument”.

Danach bedauerte der deutsche Vertreter im IWF die Entscheidung und sagte laut FT, Deutschland hätte sich gewünscht, der IWF würde seine Kredit-Entscheidung „parallel“ zu der der Euro-Retter treffen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte nach dem Brüsseler Gipfel erklärt, dass es ein ESM-Kredit-Programm nur geben werde, wenn der IWF an Bord ist. Anders als der IWF es fordert, lehnt Merkel aber einen Schuldenschnitt für Griechenland ab.

Die Generaldirektorin des Währungsfonds, Christine Lagarde, hatte in dieser Woche noch einmal klargestellt, dass ihre Institution auf einem Schuldenschnitt für Griechenland beharre.

su mit dpa