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Wiederholungstäter greift schwul-lesbische Demonstration in Jerusalem an

Es sollte eine Demonstration für Rechte von Homosexuellen werden und endete in einem Blutbad. Ein Mann hat während eines Marsches durch Jerusalem

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Wiederholungstäter greift schwul-lesbische Demonstration in Jerusalem an

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Es sollte eine Demonstration für Rechte von Homosexuellen werden und endete in einem Blutbad. Ein Mann hat während eines Marsches durch Jerusalem sechs Menschen niedergestochen, eine Frau erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sprach von einem verachtenswerten, aus Hass begangenem Verbrechen.

Nach Angaben der Polizei ist der Tatverdächtige ein orthodoxer Jude, der bereits 2005 bei einer schwul-lesbischen Demonstration drei Menschen mit einem Messer angegriffen hatte und zu zehn Jahren Haft verurteilt worden war. Vor drei Wochen wurde er aus dem Gefängnis entlassen.

“Homophobie ist in dieser Stadt tief verwurzelt”, sagte ein Teilnehmer der Demonstration, “aber deshalb machen wir ja diesen Marsch und versuchen, das zu ändern. Hoffentlich gelingt uns das. Ein Einzelner kann so etwas anrichten. Hoffentlich gehört er nur einer Minderheit an.”

Begleitet von einem großen Polizeiaufgebot waren vor der Messerattacke Tausende durch Jerusalem gezogen. Gleichzeitig fand eine Gegendemonstration statt.