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Winterspiele 2022 in Peking: Lob und Kritik für Entscheidung

Die Wahl löste großen Jubel in China aus: Das IOC hat sich mit einem hauchdünnen Votum für Peking als Gastgeber der Winterspiele 2022 entschieden

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Winterspiele 2022 in Peking: Lob und Kritik für Entscheidung

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Die Wahl löste großen Jubel in China aus: Das IOC hat sich mit einem hauchdünnen Votum für Peking als Gastgeber der Winterspiele 2022 entschieden. Mit 44:40 Stimmen erteilte das IOC-Komitee dem Favoriten im Duell mit Außenseiter Almaty den Zuschlag.

IOC-Präsident Thomas Bach verwies auf die historische Dimension, Peking sei die erste Stadt, die Sommer- und Winterspiele ausrichtet.

“In der 120-jährigen olympischen Geschichte hat unser Land, in dem ein Viertel der Weltbevölkerung lebt, bislang nur einmal die Spiele ausgetragen”, so der Bürgermeister von Peking, Wang Anshun. “Es ist also für uns äußerst notwendig, wichtig und entscheidend, die Winterspiele auszutragen.”

Der IOC Vizepräsident Craig Reedie sagte, man habe Sicherheit gewählt. Seiner Ansicht nach habe beim kasachischen Almaty eine gewisse Unsicherheit bestanden.

“Unser Angebot war perfekt”, so der Sprecher des Bewerbungskomitees vom Almaty, Andrey Kryukov. “Unser Job ist nach der Präsentation beendet. Wir haben die Entscheidung nicht getroffen, sondern das IOC. Sehen Sie, das ist ein Wettbewerb. Einer gewinnt, einer verliert.”

Kritik an der Entscheidung für Peking kam von Human Rights Watch. Die Vergabe sei ein Schlag ins Gesicht von Chinas Menschenrechtsaktivisten, so die zuständige Direktorin Sophie Richardson. Das olympische Motto, ‘Höher, schneller, stärker’ beschreibe den Angriff der chinesischen Regierung auf die Zivilbevölkerung.