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Calais: 300 Versuche zum illegalen Grenzübertritt

In der Nacht zum Samstag haben weniger Flüchtlinge in Calais versucht, nach Großbritannien zu gelangen, als in den Nächten zuvor. Die französische

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Calais: 300 Versuche zum illegalen Grenzübertritt

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In der Nacht zum Samstag haben weniger Flüchtlinge in Calais versucht, nach Großbritannien zu gelangen, als in den Nächten zuvor. Die französische Polizei zählte rund 300 Versuche. In einigen anderen Nächten waren es schon mehr als dreimal so viele gewesen.
Viele Flüchtlinge leben in einem Camp in der Nähe des Eurotunnels, manche schon mehrere Monate.

„Ich bin seit ungefähr sieben Tagen krank”, sagt ein 27jähriger Mann aus dem Sudan. “Im Ärztezelt sagen sie, dass jeden Tag nur 20 Patienten behandelt werden. Manchmal auch nur 14. Wenn man zu spät dran ist, hat man keine Chance.“

Der Verkehr auf beiden Seiten des Tunnels musste unter anderem wegen Blockaden der Flüchtlinge mehrfach ausgesetzt werden. Immer wieder gab es Verzögerungen bei der Abfertigung. Seit Juni starben neun Migranten beim Versuch, durch den Eurotunnel nach Großbritannien einzureisen..

Lastwagenfahrer Brian Gilbert aus England macht sich vor allem Sorgen um seine eigene Sicherheit. „Wollen wir warten, bis ein LKW-Fahrer getötet wird? Das könnte schließlich passieren. Ich habe einige Fotos im Internet gesehen, da war es wirklich knapp.Was sollen wir machen, wenn plötzlich einer der Flüchtlinge eine Waffe dabei hat?“

Großbritannien will Frankreich zusätzliche Zäune und Spürhunde zur Verfügung stellen, um den Tunnel besser abzusichern. Über weitere Maßnahmen wollen Vertreter beider Länder in den kommenden Tagen beraten.

Tweet des britischen Premiers David Cameron. Übersetuzung: Ich habe gerade mit dem französischen Präsidenten Hollande über Calais gesprochen. Ich begrüße die französischen Bemühungen und wir haben vereinbart, gemeinsam gegen illegale Einwanderung vorzugehen.