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Nach mutmaßlichem Siedler-Anschlag: Lage im Westjordanland sehr angespannt

Einen Tag nach den blutigen Ausschreitungen im Westjordanland ist einer der getöteten Palästinenser in Ramallah beerdigt worden. Der Jugendliche war

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Nach mutmaßlichem Siedler-Anschlag: Lage im Westjordanland sehr angespannt

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Einen Tag nach den blutigen Ausschreitungen im Westjordanland ist einer der getöteten Palästinenser in Ramallah beerdigt worden. Der Jugendliche war am Freitag nahe Birseit nördlich von Ramallah von israelischen Soldaten angeschossen worden. Er erlag seinen Verletzungen am Samstagmorgen im Krankenhaus. Der israelischen Armee zufolge hatte der junge Palästinenser die Soldaten mit einer Brandflasche angegriffen. Laut palästinensischen Angaben hatten er und weitere Jugendliche Steine geworfen.

Auslöser für die Proteste war ein Anschlag auf ein palästinensisches Wohnhaus in der Nähe von Nablus, bei dem ein 18 Monate altes Kleinkind starb. Die Eltern und der vierjährige Bruder wurden schwer verletzt. Die Attentäter waren vermutlich israelische Siedler.

Palästinensischen Angaben zufolge erschossen israelische Soldaten am Freitag zudem einen Jugendlichen in Gaza. Ein weiterer wurde verletzt. Eine Armeesprecherin sagte, die Jugendlichen hätten sich dem Grenzzaun zwischen Gaza und Israel genähert. Einer der Beiden habe auf Aufforderung und Warnschüsse nicht reagiert. Daraufhin hätten die Soldaten auf seine Beine gezielt.

Die palästinensische Autonomiebehörde will den Brandanschlag vom Freitag vor den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bringen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigte an, den Fall aufklären zu wollen