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Calais: 1700 neue Fluchtversuche gestoppt

Die Polizei hat in Nordfrankreich erneut einen massiven Andrang von Flüchtlingen auf den Tunnel unter dem Ärmelkanal gestoppt. In der Nacht zum

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Calais: 1700 neue Fluchtversuche gestoppt

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Die Polizei hat in Nordfrankreich erneut einen massiven Andrang von Flüchtlingen auf den Tunnel unter dem Ärmelkanal

Meinung

Wir rücken dem Tod näher, das ist kein Leben

gestoppt.

In der Nacht zum Montag wurden nach Angaben aus Polizeikreisen rund 1700 Versuche gezählt, illegal nach Großbritannien zu gelangen.

In 700 Fällen waren Flüchtlinge bereits auf das Bahngelände vor dem Tunnel nahe der Hafenstadt Calais vorgedrungen und dort aufgehalten worden.

Die weiteren Fluchtversuche verhinderten die Polizisten schon vor dem Eindringen auf das Gelände.

Ein Bereitschaftspolizist wurde nach Angaben der Behörden mit Schotter beworfen und am Kopf verletzt.

Ein nach eigenen Angaben 14-jähriger Flüchtling aus Afghanistan sagte:

“Im Moment ist es schwierig für uns. Wir können nicht mehr unter den Zäunen durchkriechen, dann benutzen sie Pfefferspray und Schlagstöcke gegen uns. Danach schicken sie die Menschen zurück, nach Afrika, Iran, in die Palästinensergebiete. Wir rücken dem Tod näher, das ist kein Leben. Wir wollen nach Großbritannien.”

Am Eurotunnel-Terminal bei der nordfranzösischen Hafenstadt Calais versuchen Nacht für Nacht Hunderte Migranten, auf Züge oder Lastwagen zu gelangen und so als blinde Passagiere den Kanal zu queren.

Sie erhoffen sich in Großbritannien bessere Asylbedingungen.

Nachdem sich die Lage vergangene Woche zugespitzt hatte, schickte Frankreich zusätzliche Polizisten an den Tunnel;

Großbritannien versprach finanzielle Unterstützung und neue Zäune.

Daraufhin verzeichnete die französische Polizei zunächst etwas weniger Fluchtversuche.

Am vergangenen Wochenende wurden täglich zwischen 300 und 400 Menschen von der illegalen Ausreise abgehalten.