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Stimmungstief in Chinas Chefetagen

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Stimmungstief in Chinas Chefetagen

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Die Stimmung in den Chef-Etagen der chinesischen Industrie Chinas ist auf den tiefsten Punkt seit zwei Jahren gefallen.

47,8 Punkte für den nicht-offiziellen Caixin/Markit-Einkaufsmanagerindex bei den herstellenden Unternehmen – das war so wenig wie seit Juli 2013 nicht. Die vorläufige Schätzung war noch vier Zehntel höher gewesen. Und – der Juli ist der fünfte Monat in Folge mit einem Wert unter der Wachstumsschwelle 50 Punkte.

Die Auftragslage war mau, so dass die Produktion so schnell sank wie seit knapp vier Jahren nicht. Geringere Nachfrage – das hieß mehr Preisdruck und nochmal weniger Industrie-Arbeitsplätze – das geht jetzt schon seit fast zwei Jahren so.

Die Regierung in Peking hatte das Wirtschaftswachstum zwischen April und Juni mit gleichbleibend sieben Prozent angegeben – etwas höher als von Analysten vorhergesagt und ein halber Punkt weniger als vor einem Jahr.

Experten argwöhnen nach Medienberichten (dpa), dass das Wachstum in Wirklichkeit geringer ist.

Sogar einige in der chinesischen Regierung scheinen wenig optimistisch. Der Druck auf die Wirtschaft dürfte in der zweiten Jahreshälfte anhalten, so der oberste Statistiker der Zentralbank,
Sheng Songcheng, Exporte und Investition dürften so schnell nicht wieder zulegen.

Nach den Daten erwarten viele neue Maßnahmen zum Ankurbeln der Konjunktur.

Der nicht-offizielle Einkaufsmanager-Index wurde im Juli zum erstenmal in Zusammenarbeit mit dem chinesischen Medienkonzern Caixin veröffentlicht. Zuvor war die Großbank HSBC beteiligt.

su mit Reuters