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Erneutes Flüchtlingsunglück im Mittelmeer: Mehrere Hundert Tote vermutet

Beim erneuten Kentern eines Bootes mit Flüchtlingen im Mittelmeer sind vermutlich mehrere Hundert Menschen ertrunken. Wie die italienische

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Erneutes Flüchtlingsunglück im Mittelmeer: Mehrere Hundert Tote vermutet

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Beim erneuten Kentern eines Bootes mit Flüchtlingen im Mittelmeer sind vermutlich mehrere Hundert Menschen ertrunken. Wie die italienische Küstenwache, die die Rettungsarbeiten koordinierte, mitteilte, wurden bisher 25 Leichen geborgen. Etwa 400 Leute konnten aus den Gewässern vor Libyen gerettet werden. Es wird vermutet, dass bis zu 700 Menschen an Bord waren. Die Suche nach den Vermissten hielt am Abend an.

Meinung

Die Flüchtlinge waren erst etwa 28 Kilometer von Libyen entfernt, also vermutlich noch am Beginn der Reise.

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR geht davon aus, dass viele Menschen unter Deck waren, als das Schiff kenterte. UNHCR-Sprecherin Melissa Fleming: “Anscheinend hat das Boot Signale gesendet, wurden Telefonanrufe gemacht. Die Flüchtlinge waren erst etwa 28 Kilometer von Libyen entfernt, also vermutlich noch am Beginn der Reise. Als sie ein Rettungsboot gesehen haben, bekamen sie Panik, bewegten sich auf eine Bordseite und tragischerweise kenterte das Boot.”

Es könnte das schlimmste Unglück im Mittelmeer seit Monaten sein. Das Meer ist nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) die tödlichste Grenzregion der Welt. Mehr als 2000 Migranten kamen dort in diesem Jahr bisher ums Leben. Das sind 400 mehr als im Vorjahreszeitraum. Die meisten Menschen sterben laut IOM auf dem Weg von Libyen nach Italien. Ein Grund seien die meist nicht seetüchtigen Boote der Schlepper.