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USA: Kleiner Zinsschritt, große Vorauswirkung

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USA: Kleiner Zinsschritt, große Vorauswirkung

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Am Devisenmarkt mehren sich die Spekulationen auf eine bald bevorstehende Zinserhöhung in den USA. So bekundete der Chef der Fed von Atlanta Dennis Lockhart seine Bereitschaft, im September eine Leitzins-Wende mitzutragen.

Es müsse schon eine “deutliche Verschlechterung” der Lage in der US-Wirtschaft eintreten, damit er einen solchen Schritt nicht unterstütze, sagte Lockhart laut Medienberichten (“Wall Street Journal”).

Der Euro fiel daraufhin auf ein Zwei-Wochen-Tief von 1,0851 Dollar. Der Dollar stieg auf den höchsten Wert in mehr als drei Monaten und US -Treasury-Renditen erholten sich von ihrem Zweimonatstief.

Der Dollar habe auf die Aussagen auf breiter Front reagiert, meinte Commerzbank-Analystin Esther Reichelt. “Der Devisenmarkt braucht offensichtlich klarere Worte, um endlich zu akzeptieren, dass die Fed nach über sechs Jahren Nullzinspolitik tatsächlich bereit ist, die Zinsen anzuheben.”

Die US-Notenbank Fed steuert seit einiger Zeit auf ein Ende ihrer Nullzinspolitik zu. September oder Dezember, das ist jetzt die Frage. Die Fed hatte zuletzt
angedeutet, dass es vor einem Zinsschritt einige weitere
Verbesserungen am Arbeitsmarkt brauche.

su mit Reuters, dpa