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Knallvolle Auftragsbücher bei der deutschen Industrie

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Knallvolle Auftragsbücher bei der deutschen Industrie

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Trotz der abflauenden Konjunktur in China zieht die deutsche Industrie Aufträge an Land wie seit Jahren nicht.

In den Monaten April bis Juni legten die Bestellungen um 3,0 Prozent zu, so das Wirtschaftsministerium in Berlin. So dynamisch hatten sich die Auftragsbücher in einem Quartal seit Anfang 2011 nicht mehr gefüllt. Auch wegen überdurchschnittlich vieler Großaufträge legten die Orders im Juni zum Vormonat um 2,0 Prozent zu – Experten hatten gerade mal ein Zehntel erwartet.

Getragen wurde der Boom ausschließlich von Bestellungen aus dem Ausland, während aus dem Inland zwei Prozent weniger Aufträge eingingen. “Das deutet auf eine weiterhin zu schwache Investitionsentwicklung in Deutschland hin”, meinte Volkswirt Andreas Scheuerle von der DekaBank, Frankfurt.

“Das deutet daraufhin, dass es um die Weltwirtschaft gar nicht so schlecht bestellt ist”, meint andererseits Postbank-Ökonom Marco Bargel, Bonn. Und Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank in Liechtenstein: “Die US-Wirtschaft ist für die deutschen Unternehmen ein Treiber, aber auch das Geschäft mit Asien dürfte in den Frühjahrsmonaten noch gut gelaufen sein”.

su mit Reuters