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US-Wahlkampf: Trump trumpft auf und lässt Bush alt aussehen

Allein seine Anwesenheit hat die erste Fernsehdebatte der Republikaner zum Publikumsmagneten gemacht. Donald Trump, der milliardenschwere

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US-Wahlkampf: Trump trumpft auf und lässt Bush alt aussehen

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Allein seine Anwesenheit hat die erste Fernsehdebatte der Republikaner zum Publikumsmagneten gemacht. Donald Trump, der milliardenschwere Unternehmer, enttäuschte seine Zuschauer nicht. Mit markigen Sprüchen festigte er seinen Ruf als Enfant terrible der Szene und schloss auch nicht aus, notfalls als unabhängiger Präsidentschaftskandidat zur Wahl anzutreten. Auch außenpolitische Themen, wie den Atomdeal mit dem Iran, nutzte er, um Stimmung zu machen: “Wir machen mit dem Iran einen Deal, aber wir bekommen nichts. Wir wollen unsere Gefangenen. Wir wollen viele Dinge, aber wir bekommen nichts. Ich sage Ihnen was, wenn Iran eine Aktie wäre, dann sollten Sie jetzt kaufen, weil der Kurs sich vervierfachen wird — was da mit dem Iran passiert ist eine Schweinerei, und das wird die Zerstörung weiter Teile der Welt bewirken.”

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Wenn Iran eine Aktie wäre, dann sollten Sie jetzt kaufen, weil der Kurs sich vervierfachen wird

Neben Entertainer Trump hatten es die anderen neun Bewerber schwer. Trump stand nicht nur in der Mitte, sondern auch im Mittelpunkt. Jeb Bush, der Bruder von George W. Bush kommentierte das mit dem Namen Bush verbundene Thema Irak:“Nach unserem heutigen Wissen um falsche Geheimdienstinformationen und die Tatsache, dass Sicherheit nicht an oberster Stelle stand, als wir in den Irak einmarschierten, war die Sache ein Fehler. Ich wäre nicht einmarschiert. Eines sollten wir daraus lernen: Barack Obama hat den Irak aufgegeben. Er verließ den Irak, Al Qaida war erledigt. ISIS konnte nur aufgrund des Vakuums, das wir hinterließen, entstehen.”

Jeb Bush wurde vor einigen Wochen noch als Favorit gehandelt und inzwischen von Trump überrundet. Der führt mittlerweile in Umfragen haushoch. Sollte Trump unabhängig von den Republikanern zur Wahl antreten, würde das den Demokraten in die Hände spielen, da seine Anhänger aus dem Lager der Republikaner kommen.