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Zehn Tote bei Anschlagserie in der Türkei

Die Türkei wird erneut von einer Serie von Angriffen auf Sicherheitskräfte und öffentliche Einrichtungen erschüttert. Mindestens zehn Menschen wurden

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Zehn Tote bei Anschlagserie in der Türkei

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Die Türkei wird erneut von einer Serie von Angriffen auf Sicherheitskräfte und öffentliche Einrichtungen erschüttert. Mindestens zehn Menschen wurden getötet. In Istanbul griffen zwei Frauen das US-Konsulat an. Eine der Frauen wurde verletzt festgenommen, die zweite konnte fliehen. Die Festgenommene hat nach Angaben türkischer Medien eine Haftstrafe verbüßt, wegen Mitgliedschaft in der Revolutionären Volksbefreiungspartei-Front (DHKP-C). Die marxistisch-leninistische Untergrundorganisation übernahm in einer im Internet veröffentlichten Erklärung die Verantwortung für den Angriff auf das US-Konsulat. 2013 hatte die DHKP-C einen Selbstmordanschlag vor der US-Botschaft in Ankara verübt.

“Der Polizist schrie,«lassen Sie die Tasche fallen», und die Frau antwortete «Ich bin hier, um den Angriff in Suruç zu rächen»”, schildert Augenzeuge Ahmet Akcay den Angriff auf das Kosulat.

Am anderen Ende Istanbuls lieferten sich Polizei und Angreifer vor einer Polizeiwache ein Feuergefecht, bei dem ein Polizist und drei Angreifer getötet wurden. Zuvor war vor dem Gebäude eine Autobombe detoniert. Dabei waren der Selbstmordattentäter getötet und zehn Personen, darunter sieben Zivilisten verwundet worden.

Bei einem weiteren Sprengstoffanschlag in der südosttürkischen Provinz Sirnak wurden vier Polizisten getötet. Beim Beschuss eines Militärhubschraubers in Sirnak kam nach Armeeangaben ein Soldat ums Leben. Für diese Angriffe machten die Behörden die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK verantwortlich.

Seit dem Anschlag in Suruç am 20. Juli, bei dem ein Attentäter 32 Menschen mit in den Tod riss, ist die Gewalt in der Türkei eskaliert.