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Angespannte Lage in Ferguson: Behörden verhängen Notstand

Der friedlich verlaufende Demonstrationszug in Ferguson täuscht über die angespannte Lage in der Stadt im US-Staat Missouri hinweg. Nach einer

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Angespannte Lage in Ferguson: Behörden verhängen Notstand

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Der friedlich verlaufende Demonstrationszug in Ferguson täuscht über die angespannte Lage in der Stadt im US-Staat Missouri hinweg.

Nach einer Eskalation der Gewalt rund um Gedenkveranstaltungen am ersten Todestag des Teenagers Michael Brown wurde über Ferguson der Notstand verhängt.

Vor dem Gerichtsgebäude wurden rund 50 Demonstranten festgenommen. Sie waren offenbar einem Aufruf von Menschrechtsaktivisten gefolgt, zivilen Ungehorsam zu leisten.

Die Festgenommenen ließen sich widerstandslos abführen.

Nach zunächst friedlichen Protesten am Sonntag hatte ein Mann nach Angaben der Polizei das Feuer auf vier Beamte in Zivil eröffnet.

Darauf schoss die Polizei zurück und verletzte den 18-Jährigen schwer.

Er soll eine enge Beziehung zum erschossenen Michael Brown gehabt haben.

Amateuraufnahmen zeigen, dass der Teenager nach dem Schusswechsel zunächst offenbar nicht medizinisch versorgt wurde. Er soll nach einer Operation in kritischem Zustand sein.

Die vier an der Schießerei beteiligten Beamten wurden beurlaubt. Während und nach der Schießerei kam es Augenzeugen zufolge zu chaotischen Szenen, weil umstehende Menschen in Panik flüchteten.

Nach der Verhängung des Notstands teilte der zuständige Polizeichef mit, er werde alles Notwendige tun, “um die Ordnung aufrecht zuhalten, Verbrechen zu verhindern und das Leben und Eigentum der Bürger zu schützen”.