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Nach schwachen Exportzahlen: China stutzt den Yuan zurecht

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Nach schwachen Exportzahlen: China stutzt den Yuan zurecht

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Die chinesische Zentralbank hat auf die schwachen Konjunkturdaten reagiert und den Yuan um 1,9 Prozentpunkte abgewertet. Als Konsequenz stürzte die Landeswährung auf ihren tiefsten Wert seit knapp drei Jahren.

Die Ökonomen erhoffen sich von dem Schachzug unter anderem, den Export zu stärken. Zu Wochenbeginn hatte das Zollamt in Peking mitgeteilt, dass sich die Ausfuhren im Juli um 8,3 Prozent verringert hatten.

“Das ist eine Folge des starken Yuans, der an den US-Dollar gebunden ist”, sagt der Analyst Francis Lun. “Dadurch haben sich die chinesischen Exporte verteuert. Einer Studie zufolge sind die Kosten in den vergangenen zehn Jahren um das Achteinhalbfache gewachsen, die Herstellungskosten in China sind also nur unerheblich geringer als in den USA.”

Der chinesische Staatsrat hatte bereits im Frühjahr einen Zehnjahresplan in die Wege geleitet, um die einheimische Wirtschaft zu stärken. So soll die verarbeitende Industrie an Gewicht gewinnen. China soll ‘in eine der führenden Supermächte der Fertigungsindustrie’ umgewandelt werden, heißt es in Staatsmedien.