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Griechenland liefert EU Reformvorschläge

Euro-Finanzminister sollen am Freitag über Rettungspaket abstimmen

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Die Regierung in Griechenland hat erneut Reformvorschläge an die EU übermittelt, mit denen sie hofft, das geplante rund 85 Milliarden Euro schwere Rettungspaket zu bekommen. Auf diese Hilfen hatte sich bereits am Dienstag eine Expertenrunde aus Geldgebern mit der griechischen Regierung verständigt. Am Donnerstag soll das griechische Parlament den Rettungsplan durchwinken.

“Trotz der derzeitigen Schwierigkeiten und trotz der Hindernisse, die manche uns sogar jetzt noch in den Weg legen wollen, bin ich optimistisch”, so der griechische Premierminister Alexis Tsipras.

Am Freitag sollen die Euro-Finanzminister entscheiden, ob sie den Plan annehmen, dann müssen noch nationale Parlamente darüber abstimmen. Im Oktober solle es dann nach ungenannten EU-Quellen eine Überprüfung der bis dahin umgesetzten Reformen geben.

Deutschland hat “Fragen”

Oktober könnte gerade für die deutsche Bundesregierung zu spät sein. Das Finanzministerium von Wolfgang Schäuble äußerte sich erneut kritisch: Man habe “Fragen” formuliert, heißt es aus dem Ministerium. Die Tageszeitungen Welt und Bild berichteten, dass sich die offenen Fragen unter anderem darum drehen, dass wichtige Maßnahmen wie beispielsweise Privatisierungen in Griechenland erst für Oktober oder November vorgesehen seien. Die Griechen brauchen neues Geld bereits am 20. August: Bis dahin müssen sie 3,2 Milliarden Euro an die Europäische Zentralbank zurückzahlen.