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Vor 15 Jahren: Russisches U-Boot "Kursk" in Barentssee gesunken

In vielen Städten Russlands ist der Opfer des Untergangs der “Kursk” gedacht worden. Vor 15 Jahren sank das von zwei Atomreaktoren angetriebene

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Vor 15 Jahren: Russisches U-Boot "Kursk" in Barentssee gesunken

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In vielen Städten Russlands ist der Opfer des Untergangs der “Kursk” gedacht worden. Vor 15 Jahren sank das von zwei Atomreaktoren angetriebene Mehrzweck-U-Boot der russischen Marine nach zwei Explosionen an Bord in der Barentssee auf 108 Meter Tiefe. Keiner der 118 Besatzungsmitglieder überlebte.

Meinung

"Das Schlimmste ist, dass wir die angebotene Hilfe der Ausländer zuerst ablehnten."

Der russische Kapitän Igor Kurdin erklärt: “Heute ist klar, dass damals nicht alles getan wurde, um die Besatzung zu retten. Keine Rettungsmannschaft war in Bereitschaft. Das Rettungsschiff “Michail Rudnitzsky” lag in Severomorsk. Obwohl eine große Übung im Meer im Gang war, hat es keiner geschafft, rechtzeitig an den Unglücksort zu kommen. Das schlimmste ist, dass wir die angebotene Hilfe der Ausländer zuerst ablehnten.” Erst nach über einer Woche ließen die Russen schließlich Norweger zu dem U-Boot tauchen. Die norwegischen Taucher konnten aber niemanden mehr lebend bergen. Warum das U-Boot sank, ist bis heute nicht klar und unterliegt der Geheimhaltung. Das Atom-U-Boot konnte allerdings gehoben werden. Ein Strafverfahren gegen die Marineführung wurde eingestellt.