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Kos: Alle wollen nach Westeuropa

Auf der griechischen Ferieninsel Kos sind erneut Hunderte Flüchtlinge angekommen. Fast 8000 sollen mittlerweile auf der Insel sein. Etwa 1300 wurden

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Auf der griechischen Ferieninsel Kos sind erneut Hunderte Flüchtlinge angekommen. Fast 8000 sollen mittlerweile auf der Insel sein. Etwa 1300 wurden in die griechische Hauptstadt Athen gebracht. Dort sagten sie dem griechischen Fernsehen, sie wollten nach Westeuropa weiterreisen. Der Bürgermeister von Kos, Giorgos Kyritsis, hatte Athen dringend um Hilfe gebeten, es gebe sonst ein Blutvergießen auf der Insel.

Ein Syrer meint: “Wir haben alle Uni-Abschlüsse. In meiner Gruppe sind Ärzte und Wirtschaftswissenschaftler. Naja, wir sind Studenten. In Aleppo gibt es für uns kein Leben. Dort gibt es nur Krieg und Bomben. Wir kommen hierher, damit wir unser Leben leben können.” Ein anderer Syrer sagt: “Für die Kinder war die Reise hart. Kein Wasser, kein Essen. Viele weinten und schrien. Manche haben sechs Stunden am Stück gebrüllt.” Der Bürgermeister von Kos sagte, es herrsche Chaos. Die Einwohner von Kos seien von den illegalen Einwanderern und der plötzlichen Veränderung auf ihrer Insel überfordert. Ähnlich ist die Situation auch auf anderen Inseln der Ostägäis, etwa auf Samos, Lesbos und Chios. Viele Touristen haben die Inseln verlassen.