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Ein ungarischer Journalist unter Flüchtlingen auf dem Balkan

Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Mazedonien: Hier, in Gevgelija an der griechischen Grenze, sind sie vor Bürgerkrieg und Elend in ihrer Heimat schon

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Ein ungarischer Journalist unter Flüchtlingen auf dem Balkan

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Flüchtlinge auf ihrem Weg durch Mazedonien: Hier, in Gevgelija an der griechischen Grenze, sind sie vor Bürgerkrieg und Elend in ihrer Heimat schon sicher – aber sie wollen weiter, in die Europäische Union.

Meinung

Die Balkanländer haben den Kampf wohl aufgegeben.

Das heißt konkret erst einmal: Ungarn. Der ungarische Journalist György Kakut hat jetzt von Griechenland aus den Weg zusammen mit den Flüchtlingen gemacht, unterwegs gefilmt und Gespräche geführt.

“Die Balkanländer haben den Kampf gegen die Masseneinwanderung wohl aufgegeben”, sagt Kakut nun. “Griechen, Mazedonier und Serben wollen jetzt nur noch, dass diese Leute möglichst schnell ihre Länder durchqueren.”

Der Journalist und Linkspolitiker (Kakut gehört zur Führungsspitze der Oppositionspartei DK) erlebte das Flüchtlingsproblem im Urlaub in Griechenland.

Er ließ dann seine Familie alleine nach Hause reisen: Er selber mischte sich unter die Flüchtlinge, um das mitzuerleben, was sie auf ihrem Weg nach Europa erleben.

Seine Aufzeichnungen nennt er “El Camino de Balkan”, in Anlehnung an den Pilgerweg El Camino de Santiago.

“Die meisten von ihnen wollen gar nicht aus ihrer Heimat weg”, sagt er. “Aber diese Orte sind inzwischen Orte, an denen man einfach nicht mehr leben kann.”

Die Flüchtlinge aus Mazedonien sind nun in Belgrad angekommen; aber auch Serbien ist für sie nur eine Durchgangsstation.

Ihr Ziel bleibt klar: die EU. Als nächstes wartet auf ihrem Weg nun die ungarische Grenze.