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Athen gibt grünes Licht für Privatisierung: Fraport darf Flughäfen betreiben

Nach einer monatelangen Verzögerung hat die griechische Regierung grünes Licht gegeben: Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport darf den Flughafen

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Athen gibt grünes Licht für Privatisierung: Fraport darf Flughäfen betreiben

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Nach einer monatelangen Verzögerung hat die griechische Regierung grünes Licht gegeben: Der deutsche Flughafenbetreiber Fraport darf den Flughafen von Korfu sowie 13 weitere griechische Regionalflughäfen übernehmen. Der Preis für die Betreiberkonzession beträgt 1,2 Milliarden Euro. Sie ist auf zunächst 40 Jahre angelegt.

Der Beschluss sei Grundlage für die weiteren Gespräche in Griechenland, so ein Fraport-Sprecher. Verträge seien noch nicht unterschrieben. Man rechne nicht damit, dass der Kauf noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können.

Zusammen mit dem griechischen Partner Slentel hatte das Frankfurter Unternehmen den Zuschlag bereits im November erhalten. Nach dem Wahlsieg der linken Syriza-Partei stoppte die Tsipras-Regierung die Privatisierung jedoch zunächst.

Die Übernahme ist Teil der Bedingungen für das dritte Hilfspaket für Griechenland. Es ist die erste Privatisierung von Infrastruktur, die die Syriza-Regierung auf den Weg bringt.

Unter den Flughäfen, die die Fraport AG übernehmen soll, sind die der Jet-Set-Inseln Mykonos, Santorini und Skiathos sowie der Touristeninseln Rhodos, Korfu und Kos und einer auf dem Westen der Mittelmeerinsel Kreta bei Chania. Das von Fraport mehrheitlich geführte Konsortium übernimmt auch den Flughafen der zweitgrößten griechischen Stadt Thessaloniki.