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Libyen: Arabische Liga fordert Aufhebung des UN-Waffenembargos

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Libyen: Arabische Liga fordert Aufhebung des UN-Waffenembargos

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Kämpfe in Bengasi: Während die Gefechte zwischen Milizen und Anhängern der Terrorgruppe “Islamischer Staat” in der ostlibyschen Hafenstadt andauern, hat die international anerkannte Regierung des Landes zumindest eine ihrer Forderungen bei der Arabischen Liga durchsetzen können. Die Liga erklärte bei einem Treffen in Kairo, die Forderung nach einer Aufhebung des UN-Waffenembargos gegen Libyen zu unterstützen.

Meinung

Das Treffen der Arabischen Liga ist ein Zeichen für die größer werdende Angst der arabischen Staaten vor einer weiteren Ausbreitung der IS-Miliz in der Region, vor allem in Libyen.

Das Land hatte auch arabische Luftangriffe auf die IS-Dschihadisten gefordert, darüber wurde nicht abgestimmt. Der libysche Antrag auf militärische Unterstützung kam zur falschen Zeit, so der libysche Politikexperte Abed Alsalam Ismael. Die arabischen Staaten seien zur Zeit im Irak, in Syrien und im Jemen engagiert. Sie seien auf die Hilfe der Großmächte angewiesen.

Die Liga sprach sich in Kairo für eine gemeinsame arabische Strategie für einen Kampf gegen die IS-Miliz in Libyen aus. Einzelheiten wurden nicht genannt. Die Dschihadisten hatten im Sommer auch die Küstenstadt Sirte unter ihre Kontrolle gebracht. Dazu die Einschätzung unseres Korrespondenten in Kairo, Mohammed Shaikhibrahim: “Das Treffen der Arabischen Liga ist ein Zeichen für die größer werdende Angst der arabischen Staaten vor einer weiteren Ausbreitung der IS-Miliz in der Region, vor allem in Libyen. Es ist ein Warnsignal in Richtung Europa, das helfen soll, nachdem die Terrororganisation bis an die Mittelmeerküste gegenüber von Europas Stränden vorgerückt ist.”