Eilmeldung

Eilmeldung

Chelsea Manning: Doch keine Isolierstation wegen abgelaufener Zahnpasta

Die Isolierstation bleibt ihr zwar erspart, aber Whistleblowerin Chelsea Manning darf drei Wochen lang wegen Verstoßes gegen die Gefängnisregeln

Sie lesen gerade:

Chelsea Manning: Doch keine Isolierstation wegen abgelaufener Zahnpasta

Schriftgrösse Aa Aa

Die Isolierstation bleibt ihr zwar erspart, aber Whistleblowerin Chelsea Manning darf drei Wochen lang wegen Verstoßes gegen die Gefängnisregeln nicht in den Hof, in die Bibliothek oder in den Sportraum des Militärgefängnisses, in dem sie einsitzt. Das entschied der Disziplinarausschuss des Gefängnisses in Fort Leavenworth im US-Staat Kansas.

Zu den Verstößen gegen die Gefängnisregeln gehört unter anderem die Tatsache, dass sich Essen in ihrer Zelle am Boden befand, dass sie im Besitz von Zeitschriften und Büchern war, die von der Gefängnisleitung nicht bewilligt waren, und dass das Ablaufdatum auf ihrer Zahnpasta überschritten war.

Manning gab auf Twitter an, wegen vier unterschiedlicher Verstöße gegen die Gefängnisregeln bestraft worden zu sein. Sie hat ein Twitter-Account und Unterstützer posten Mitteilungen, die sie ihnen am Telefon gibt. Im Gefängnis hat sie keinen Zugang zum Internet.

Chelsea Manning hieß früher Bradley Manning und arbeitete beim amerikanischen Militär im IT-Bereich. Vor ihrer Namensänderung und dem Beginn ihrer Hormontherapie hatte sie damals noch als Bradley Manning geheime Dokumente über den Irak-Krieg an WikiLeaks weitergeleitet. Im August 2013 wurde Manning zu 35 Jahren Haft verurteilt. Im April 2014 wurde die Namensänderung in Chelsea Elizabeth Manning rechtskräftig. Im Februar 2015 stimmte das Pentagon einer Hormontherapie mit dem Ziel einer Geschlechtsangleichung für Manning zu.