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Frankreich und Großbritannien wollen neue Maßnahmen gegen Flüchlingskrise in Calais beschließen

Großbritannien und Frankreich wollen noch am Donnerstag im französischen Calais neue gemeinsame Maßnahmen beschließen, um die Situation am Eurotunnel

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Frankreich und Großbritannien wollen neue Maßnahmen gegen Flüchlingskrise in Calais beschließen

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Großbritannien und Frankreich wollen noch am Donnerstag im französischen Calais neue gemeinsame Maßnahmen beschließen, um die Situation am Eurotunnel zu entschärfen. Dazu sollen verstärkte Sicherheitsvorkehrungen und ein gezielteres Vorgehen gegen Schlepper gehören.

Fast 110.000 Migranten und Flüchtlinge kamen laut der europäischen Grenzschutzbehörde Frontex allein im Juli auf irregulären Wegen in die EU, drei mal mehr als im Juli 2014.

Deutschland erwartet rund 750.000 Migranten dieses Jahr, unter anderem aus dem Balkan, wo Länder wie Mazedonien selbst zu einer der wichtigsten Transitrouten für Flüchtlinge aus Syrien und Afghanistan geworden sind.

“Es gibt hier nichts, keine Einrichtungen, da schläft jemand auf den Schienen, hier schläft jemand in der Sonne”, so ein afghanischer Flüchtling in Mazedonien. “Viele Kinder sind krank, für sie und andere Kranke gibt es keine Einrichtungen.”

Die italienische Polizei nahm unterdessen acht mutmaßliche Menschenschlepper fest. Sie stehen im Verdacht, am Tod von 49 Migranten mitverantwortlich zu sein, die am Sonntag unter Deck eines Bootes auf dem Mittelmeer an Abgasen erstickt waren. Passagiere, die versucht hatten an die frische Luft zu gelangen, sollen sie mit Fußtritten zurückgedrängt zu haben. Insgesamt waren auf dem Boot mehr als 350 Personen.