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Brasilianisch-deutsche Regierungskonsultationen: Merkel und sechs Minister in Brasilia eingetroffen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist begleitet von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, fünf weiteren Ministern und mehreren

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Brasilianisch-deutsche Regierungskonsultationen: Merkel und sechs Minister in Brasilia eingetroffen

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Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel ist begleitet von Außenminister Frank-Walter Steinmeier, fünf weiteren Ministern und mehreren Staatssekretären zu den ersten brasilianisch-deutschen Regierungskonsultationen in Brasilien eingetroffen. Sie wurden in der Hauptstadt Brasilia von Staatspräsidentin Dilma Rousseff empfangen. Bei den Gesprächen soll es vor allem um Wirtschaftsbeziehungen und den Umweltschutz gehen.

Die schwere Rezession in Brasilien betrifft auch gut 1400 dort angesiedelte deutsche Unternehmen mit rund 250.000 brasilianischen Beschäftigten. So mussten deutsche Autobauer ihre Produktion deutlich drosseln, weil der Autoabsatz zuletzt gut 20 Prozent unter dem Vorjahr lag – einige Werke ruhten zeitweise sogar. Sorgen bereiten der deutschen Regierung außerdem Bürokratie und Rechtsunsicherheit für Unternehmen in Brasilien.

Für Berlin ist Brasilien aber auch ein Schlüsselland beim Ringen um mehr Klimaschutz und der Bewältigung politischer Krisen in ganz Lateinamerika. So sind Kreditzusagen des deutschen Entwicklungsministeriums in Höhe von 525 Millionen angekündigt. Davon sollen gut 428 Millionen Euro in erneuerbare Energien fließen, 123 Millionen Euro sollten dem Schutz des Tropenwald zu Gute kommen.

Staatspräsidentin Rousseff hofft durch den Besuch Merkels auch auf ein innenpolitisches Signal. Im Zuge der wirtschaftlichen und politischen Probleme der vergangenen Jahre hat Rousseff dramatisch an Zustimmung verloren, sie liegt derzeit bei nur noch acht Prozent.