Eilmeldung

Eilmeldung

Mazedonien lässt Flüchtlinge zur direkten Weiterreise ins Land

Die mazedonische Polizei kontrolliert weiter streng die Einreise von Flüchtlingen an der Grenze zu Griechenland. Alle zwei Stunden sollen 300

Sie lesen gerade:

Mazedonien lässt Flüchtlinge zur direkten Weiterreise ins Land

Schriftgrösse Aa Aa

Die mazedonische Polizei kontrolliert weiter streng die Einreise von Flüchtlingen an der Grenze zu Griechenland. Alle zwei Stunden sollen 300 Migranten ins Land gelassen werden, die dann mit dem Zug weiter nach Serbien reisen dürfen, hieß es von Behördenseite. Am frühen Morgen nahmen rund 600 Flüchtlinge, die über Nacht ins Land gelassen wurden, den Zug in der Grenzstadt Gevgelija.

Ziel der Migranten ist es, die serbisch-ungarische Staatsgrenze zu erreichen, bevor die ungarischen Sperranlagen fertiggestellt sind. Eigentliche Destinationen sind Deutschland, Schweden und Großbritannien.

Rund 4.000 Migranten harrten in der Nacht an der griechisch-mazedonischen Grenze aus. Die meisten sind vor dem Bürgerkrieg in Syrien geflüchtet. Über den Seeweg gelangen sie nach Griechenland. Am Freitagabend kam im Athener Hafen Piräus ein weiteres Schiff mit rund 2.000 Menschen an Bord an.

Die Vereinten Nationen riefen die Regierung in Skopje auf, für einen ordentlichen und sicheren Umgang mit Flüchtlingen zu sorgen. Am Freitag hatte die Polizei Tränengas und Blendgranaten eingesetzt, um die Menschen am Überschreiten zu hindern.

Am Donnerstag hatte die mazedonische Regierung den Notstand ausgerufen. Die Züge, die in Richtung Serbien fahren sind seit Wochen extrem überfüllt. In Geschäften auf der mazedonischen Seite der Grenze werden Nahrungsmittel knapp. Es kam zu Spannungen zwischen Bewohnern und Flüchtlingen. Offenbar sind nur sehr wenige Hilfsorganisationen sind vor Ort.