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US-Soldaten verhindern vermutlich Blutbad in Thalys zwischen Belgien und Frankreich

In einem Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hat ein Mann mit einer Schusswaffe das Feuer eröffnet und zwei Personen schwer

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US-Soldaten verhindern vermutlich Blutbad in Thalys zwischen Belgien und Frankreich

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In einem Hochgeschwindigkeitszug auf dem Weg von Amsterdam nach Paris hat ein Mann mit einer Schusswaffe das Feuer eröffnet und zwei Personen schwer verletzt. Der Täter, ein 26-jähriger Marokkaner, hat nach Recherchen der spanischen Zeitung “El País” Verbindungen zu radikalen Islamisten. Er wurde von Mitreisenden überwältigt, darunter zwei US-Marines in Zivil. Sie hätten gehört, wie der Täter eine schwere Waffe in einer Toilette geladen habe und seien daraufhin eingeschritten. Der Zug wurde im nordfranzösischen Arras angehalten und evakuiert. Der Zwischenfall trug sich auf belgischem Hoheitsgebiet zu.

Die Passagiere, die den Marokkaner überwältigten, zeigten sich erleichtert, dass eine größere Katastrophe vermieden wurde.

“Erleichtert, dass niemand getötet und ein Blutbad verhindert wurde, keine Frage”, meinte der 62-jährige Brite Chris Norman, der sich in dem Waggon befand, in dem sich der Zwischenfall ereignete.

“Ich bin nur ein Student im letzten Studienjahr. Ich bin zum ersten Mal in Europa, um Freunde zu besuchen, und habe gleich einen Terroristen gestoppt. Das ist schon irre”, findet Anthony Sadler, der mithalf den Marokkaner zu überwältigen.

Der zweite US-Marine wurde verletzt. Der französische Innenminister dankte den Mitreisenden für ihr “mutiges, kaltblütiges Eingreifen”. Wie aus Kreisen der Ermittler verlautet, führte der Täter ein Kalaschnikow-Sturmgewehr, eine Automatik-Pistole, neun Magazine und ein Cutter-Messer mit sich. Die für Terrorismus zuständige Staatsanwaltschaft von Paris zog die Ermittlungen an sich.