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Flüchtlingsansturm: Mazedonien beendet Blockade der Grenze zu Griechenland


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Flüchtlingsansturm: Mazedonien beendet Blockade der Grenze zu Griechenland

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Mazedonien hat vor dem Ansturm von Flüchtlingen kapituliert und die Blockade an der Grenze zu Griechenland beendet.

Hunderte Migranten, viele von ihnen aus Syrien, überquerten am Sonntag weitgehend ungehindert die Grenze.

Die Sicherheitskräfte hatten zunächst – wie am Vortag – mit Gewalt versucht, die Menschen aufzuhalten.

Ein Flüchtling sagte:

“Ja, ich fürchte mich. Mein Bruder ist nicht mehr da, mein Mann auch nicht. Ich bin allein mit meinen vier Töchtern. Uns geht es seit unserer Ankunft vor zwei Tagen schlecht. Und seit einer Woche fehlt es uns an allem. Wir werden hier sterben.”

Nach dem Durchbruch der Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze bei Gevgelija hatte das mazedonische Innenministerium an Griechenland appelliert, den Transfer neuer Ankömmlinge aus der Türkei zu verlangsamen, um zu einer Beruhigung der Lage zu kommen.

Menschenrechtsorganisationen kritisierten die mazedonischen Sicherheitskräfte für den Einsatz von Blendgranaten und Tränengas.

Das benachbarte EU-Land Bulgarien verschärfte mit zusätzlichen Helikoptern und Grenzpolizisten die Bewachung seiner Grenzen.

Die meisten Flüchtlinge wollen auf der “Balkan-Route” weiter Richtung Deutschland, Schweden, Norwegen oder in die Niederlande.

Weiterhin dichtes Gedränge vor den Zügen

Mehrere Tausend Menschen kamen laut serbischen Medien im Süden Serbiens an, wo schon in der Nacht zum Sonntag mit der Registrierung der Neuankömmlinge begonnen wurde.

Viele Flüchtlinge marschieren auf Gleisen Richtung Serbien

Das serbische Staatsfernsehen berichtete, rund 1000 Menschen befänden sich im Aufnahmezentrum Presevo, während 4000 weitere Flüchtlinge im Notaufnahmelager Miratovac warteten.

Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) sind seit Jahresbeginn mehr als eine Viertelmillion Menschen über das Mittelmeer nach Europa geflohen. Fast 150.000 seien in Griechenland angelandet.

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